
So meinen Lieben, endlich hoert ihr mal wieder was von mir, aber irgendwie ist die Zeit wie im Flug verflogen und ich hab gar nicht gemerkt, dass ich euch nicht mehr auf dem Laufenden gehalten hab. Aber dafuer gibt es jetzt umso mehr einen Anlass euch etwas von hier zu erzaehlen. Ich war uebers Wochenende in Montevideo. War super schoen und total entspannend, weil wir ein letztes Wochenende hatten mit knappen 30 Grad.

Am Freitag abend um halb acht sind wir dann also los, um mit der Faehre nach Colonia, eine kleine Stadt auf der anderen Seite des Rios de la Plata zu fahren und dann mit dem Bus nach Montevideo. Insgesamt haben wir fuenf Stunden gebraucht. Ich bin zusammen mit Samantha gefahren und dann ist noch Steffen - einige von euch kennen ihn ja :-) - und seine franzoesische Mitbewohnerin mitbekommen. Da waren wir eine lustige Gruppe. Und das witzige war dann auch noch, dass Samantha und Steffen sich quasi kannten, weil sie ja beide aus Freudenstadt kommen und Samantha mit Steffens kleinem Bruder aufs Gymnasium gegangen ist. Wunderbar wie klein die Welt ist und welche Zufaelle es gibt.

Hatten im Vorfeld halt schon ein Hostel gebucht und die halbe Nacht dann noch die Waerme auf der Dachterrasse genossen. Am naechsten morgen sind wir dann los und haben uns die Stadt angeschaut. Montevideo ist echt schoen, zwar super klein - es hat nur so 1 Million Einwohner - aber schoen alt und ruhig. Zur Zeit sind in Montevideo die United Buddy Bears, die vorher in Buenos Aires waren und auch schon in Berlin zur Schau standen.



Abends sind ich und Samantha dann noch in einen Edelfriseur gegangen und haben uns die Haare faerben und schneiden lassen, weil das hier so super billig ist. Habe nur 15 Euro fuer alles bezahlt.
Und abends stand dann natuerlich die Party an. Mauricio, mein Mitbewohner aus Buenos Aires hat uns die Nummer von einem Freund von sich gegeben, der in Montevideo wohnt, und der hat uns dann zusammen mit einem Freund in eine Boliche mitgenommen. Die war zwar voll ueberfuellt und es lief Musik von Reaggeton bis House, aber es hat total Spass gemacht. Irgendwann um sechs sind wir dann los und haben am Strand noch so ein Art Riesenburger gegessen, der ganz typisch fuer Uruguay sein soll. War halt uebel belegt mit allem was du dir vorstellen konntest und hat gerade mal 1,10 Euro gekostet.

Ja war ein super abend, nur am naechsten Tag mussten wir um 10 Uhr aufstehen und das wo wir erst um 7 ins Bett gekommen sind. Egal wir mussten ja das Hostel raeumen. Ziehmlich am Arsch sind wir dann noch durch die Stadt gelaufen und haben den sommerlichen Spaetherbst bei einem Eis genossen - der Burner einfach. Abends ging dann wieder unser Schiff, allerdings mussten wir in Colonia zwei Stunden warten, weil das Schiff wegen Nebel nicht losfahren konnte und es war gar nicht sicher wann wir ueberhaupt loskommen. Und der Hammer war dann als wir wieder runter mussten. Klar jeder zweite hatte mindestens die Schweinegrippe aus Uruguay mitgebracht und deshalb musste man erst schriftlich seine Gesundheit erklaeren, haben wir natuerlich mal nicht gemacht. Ich glaub mal die haben den Arsch offen und dann wurde man beim rausgehen von einem Menschen mit Handschuhen und sterilem Mundschutz begafft und von einem anderen mit der Waermebildkamera gefilmt. Klar man koennte ja auch mal Fieber haben und dann hat man ja natuerlich auch automatisch die Schweinegrippe.
Gut, Montag hatte ich dann auch noch frei und hab mich mit einem meiner argentinischen Arbeitskollegen getroffen. Er hat gemeint, er koennte mir ja mal den Hafen zeigen - als haette ich den noch nicht gesehen, aber war ganz nett und es macht ja auch mehr Spass sich gemeinsam ueber die ein und beschissene Arbeit aufzuregen.
Seit dem Tag geh ich jetzt auf jeden Fall lieber zur Arbeit, weiss zwar nicht wirklich ob es daran liegt, weil er mir geraten hat jeden Tag mir vor der Arbeit zu sagen, wie wahnsinnig froh ich bin in dieser tollen Firma zu arbeiten oder einfach an irgendwas anderem. Aber wie ihr seht, es geht mir gut und alles geht seinen fuer hier geregelten Lauf!!!



Das ist Urugay im Herbst, ja auch hier verlieren die Baeume ihre Blaetter, nur das man im Unterschied zu Deutschland noch locker im T-Shirt rumrennen kann.
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