Dienstag, 29. September 2009
Sonntagsausfluege und durchzechte Pokernaechte!!
Mittwoch, 23. September 2009
The sexy and the spooky night of the Thailand Women!
Sitze hier gerade im Office, bewache das Telefon und geniesse das Leben mit der guten alten Reggeaton Musik – Ohhhh noooo ….. schhoojjoras por mi –
Gestern sind unsere letzten Gaeste von der Hacienda gegangen und jetzt haben wir erst mal die naechsten Tage frei… War jetzt nicht gerade stressig mit der Arbeit in der letzten Zeit, aber wir hatten immer irgendwas zu tun, ab und zu ein paar Cabalgatas und die Gaeste muessen ja auch immer unterhalten werden. Paola und ich sind dazu bevorzugt die Opfer und wenn der Gast etwas will, dann stehen wir fast! immer zu seiner Verfuegung… Paola: “Porque nosotros siempre tenemos que responder a estas stupidas preguntas?” .. “What are you doing here? Why got you married in the States and not in Chile?” .. “Why do you prefer working in Chile and why don´t you want to go back to Germany?” .. WARUM?? Was fuer eine Frage, VISTE .. es tan obvio les voy a explicar.. Das Leben hier auf der kleinen, feinen und idylischen Hacienda ist einfach traumhaft, immer gutes Wetter, relaxen wann immer man kann und will, man ueberarbeitet sich nicht, lernt ganz interesante Leute kennen, kann soviel reiten wie man will, bekommt das beste Essen vom reizendesten Koch ganz Chile serviert, hat ne kleine “Multi-Kulti-Familie” um sich rum …. Und fuehlt sich einfach wohl!!!
Gut um einen Eindruck zu bekommen von dem was hier fuer Gestalten naechtigen, moechte ich euch beispielshaft von unserem thailaendischen-britischen Paaerchen erzaehlen, die heute abgereist sind. Ich hab ja erst mal nicht so viel mitbekommen, weil ich mit Arayan ausreiten war und erst am Abend zu dieser lustigen Runde zugestossen bin, als Guenther mit der thailaendischen Dame schon die dritte Flasche Wein gelerrt hatte. Insgesamt hatten wir dann am naechsten Morgen acht Flaschen Wein aufgefunden – Ueberhaupt kein Problem, ich kann das alles bezahlen. Hab ein Haus in Phuket, Montana, London und weiss der Geier wo sonst noch auf der Welt. Nachdem sie dann uns noch ein paar gute Sex-Life-Tipps gegeben hat – “You know the four f’s? – Find him, Feel him, Fuck him and Forget him…” ist sie dann schlaftrunken in ihre Habitacion gegangen und wir waren gott froh, fein raus zu sein. Aber am naechsten morgen war ich gleich wieder dran und musste mit ihr auf Reittour gehen. Und wer darf natuerlich nicht fehlen? Freund der Wein und dass ich noch nen Resaca vom Vortag hatte, macht ja nichts, am besten gleich weiter trinken in der Hitze, dann geht das schon.
Tja am Abend bluehte uns dann wieder ein unterhaltsames Abendessen… called “The spooky night” Erst wurde uns allen mal aus den Haenden gelesen… Also ich hab schon einen Selbstmordversuch oder aehnliches hinter mir, bin aber wieder auf dem Dampfer, bekomme zwei Kinder und werde erst einen auslaendischen Mann heiraten (“mhm, das gefaellt mir doch schon besser”) und dann einen deutschen… Wollen wir mal sehen. Danach hat sie dann gemeint sie sei ein wenig spirituell und koenne mit Geistern sprechen und sie sehen. Und sie erzaehlte uns von ihrem letzten Traum: Sie hat gesehen, dass vor einigen Jahren hier auf der Hacienda ein Mann – ein Mitarbeiter auf dem Bau - gestorben sei durch eine Waffe und drei Schuesse. Das Dorf und auch die Polizei hat gesagt es sei Selbstmord gewesen, weil kein Moerder gefunden worden ist. Da dies aber die Unwahrheit ist und sich der Tote ungerecht behandelt gefuehlt hatte, schwebt immer noch seine Seele ueber der Hacienda und lebt friedlich mit uns, weil sie noch keinen Frieden finden kann. Tatsache ist jetzt, dass das alles richtig ist. Es hat diesen Toten gegeben und man weiss bis heute noch nicht, weshalb er wirklich sterben musste. Sonst nur Vermutungen und diese Dame wusste von dem Vorfall ohne mit jemanden von hier gesprochen zu haben – Sie hat es einfach getraeumt. Gut das war jetzt noch lange nicht alles, weil wir haben die Instruktionen bekommen, wie wir der guten alten Seele helfen koennen ihren Frieden zu finden. Wir muessen ihm und seinen Verwandten ein Glas Wasser draussen hinstellen. Gut, friedliche Essensrunde wurde aufgeloest, wir haben die Kueche aufgeraeumt und danach noch einen Limoncello in Paolas Zimmer getrunken. Auf einmal meint Luis: “Sollen wir fuer unseren Gast nicht auch noch ein Wasser mitnehmen?” Gut alle ein wenig misstrauisch, klar nehmen wir mit. Als wir dann alle in unsere eigenen Betten gegangen sind meint Paola: ”Guenther, nimm dieses verpukte Glas mit. Ich will nicht, dass er heute nacht mit mir im selben Zimmer schlaeft…”
Heute morgen musste ich dann mit unseren interesanten Gaeste fruehstuecken, im Garten. Madame Espirito sagt dann zu mir: “Schau mal ich hab fuer unseren Gast auch etwas hingerichtet. Jetzt kann er in Frieden ruhen und seine Seele steigt in den Himmel auf!” Okay, sie hatte ernsthaft ein Glas Wasser aufgestellt, Essen fuer ihn auf ein Teller gerichtet und es mit Raeucherstaebchen dekoriert. Als die Staebchen abgebrannt waren, kam der Hund Kiwi und hat die Wurst gefressen… logisch!
Tja das war die Spooky-Geschichte der Hacienda, unfassbar aber wirklich wahr…
Und wie ihr seht, mir geht es hier einfach nur gut und deshalb habe ich auch beschlossen – es ist noch nicht ganz sicher – laenger in Suedamerika zu bleiben. Ende November kommt eine andere Praktikantin aus der Schweiz und bleibt bis Ende Februar. In der Zeit werde ich erst mal bis nach Silvester reisen, mir danach wieder eine Arbeit suchen, vielleicht geh ich zurueck nach San Pedro, Buenos Aires oder suche in La Serena Arbeit im Tourismus Bereich und dann komme ich im Maerz wieder auf die Hacienda, um nochmal ein paar Wochen… oder Monate hier zu wohnen!! Ihr werdet jetzt sicherlich erst einmal ueberrascht sein, aber mir gefaellt das Leben hier in SA einfach noch zu sehr…
Fuehlt euch gedrueckt… Bald stell ich euch mal Bilder auf, aber die Verbindung ueber das Modem ist so langsam, da dauert das Stunden…
Montag, 14. September 2009
So stelle ich mir das Leben im Paradies vor….
Also meine Lieben, mittlerweile bin ich auf der Hacienda los Andes – meine Heimat fuer die naechsten Monate – angekommen und geniesse das einfache Leben in den groessten Zuegen!!
Befinde mich zwei Stunden von La Serena entfernt, in der Pampa von Chile, umgeben von Bergen, traumhafter Landschaft und einen Steinwurf von den Anden entfernt. Die Hacienda ist ein Traum und super luxerioes. Habe hier mein eigenes Zimmer und teile mir das Bad mit dem Koch – Luis, ein ganz netter und symphatischer, junger Chilene J Bin vor drei Tagen hier angekommen und lerne so langsam hier alles kennen. Eigentlich mache ich nicht viel den ganzen Tag, aber noch geniesse ich das. Nachher werde ich das erste mal reiten gehen und ich hoffe, dass ich das noch viel oefter tun kann.
Was gibt es sonst noch von hier zu berichten. Ach ja mein Chef ist Deutscher, besser gesagt Bayer und auch ein ganz laessiger und umgaenglicher Typ, verstehe mich super gut mit!
Das Essen hier ist auch fabelhaft, weil der Koch ganz lecker kochen kann. Also ihr seht ich bin hier einfach bestens versorgt und kann mein Glueck noch gar nicht richtig fassen. Hoffentlich geht die Zeit hier nie zu Ende!
Am Wochenende gab es dann gleich mal eine kleine Willkommensfeier fuer uns Neuankoemmlinge und wir haben natuerlich ein kleines Asado gemacht mit zu leckerem Wein. Ich bin mittlerweile auch echt richtig der Weinfan geworden von Argentinien und Chile – einfach ein Genuss, sei es Rotwein oder Weisswein. Tja das werde ich hier richtig vermissen, lebe wie der Koenig hier.
Also wie ihr seht, habe ich meine kleine Reise von San Pedro nach hier ganz gut ueberstanden und fuehle mich total pudelwohl, besser als gedacht, weil ich ja am Anfang erst spektisch war, aber die Leute sind hier so was von nett, dass es einem gut gehen muss und ich freue mich auf die Zeit hier!
Freue mich auch ueber Neuigkeiten von euch, erzaehlt doch mal was ihr treibt. Jetzt bin ich schon so lange weg, dass ich gar nicht mehr auf dem Neuesten Stand bin!
Smile und Grins!
Tanja
Donnerstag, 10. September 2009
La Serena... eine Urlaubsstadt am Pazifikstrand
Gestern bin ich dann doch noch schweren Herzens ein Tag frueher von San Pedro gegangen, weil ich mir unbedingt noch La Serena fuer einen Tag anschauen wollte. Es war zwar nicht ganz klar, ob ich rechtzeitig zu meinem Bus komme, weil ein Traveller, der bei mir im Zimmer gewohnt hat, den Schluessel mitgenommen hatte und ich nicht wusste, ob er vor sieben zurueck kommt. Tja hab dann mit Omar im Office gewartet und ihm gesagt, wenn der andere Kerl nicht kommt, dann muss er die Tuer aufschlagen... Tja die Jungs, und auch Gaucho Pablo haette sich gefreut, wenn ich laenger geblieben waere, aber es hat dann doch noch alles geklappt und jetzt sitze ich im Hostel in La Serena. Und wenn mich das Heimweh packt kann ich immer wieder kommen, haben alle zu mir in San Pedro gesagt. Sind sie nicht suess?? Ja ich muss sagen ich hab auch schon wieder ein bisschen Heimweh nach der Wueste. Trotzdem freue ich mich auf morgen. Werde um 12 Uhr mittags abgeholt und dann geht es erst mal auf die Hacienda. Hoffe ich lerne gleich die Pferde kennen - ihr koennt euch gar nicht vorstellen wie sehr ich das schon wieder vermisse. Und dann bin ich gespannt auf die Leute, die dort alle mit mir wohnen und auf die Arbeit natuerlich. Hoffentlich geht es gleich los mit den Touren!!
Werde euch sobald wie moeglich berichten, weiss gar nicht ob ich dort Internet benutzen darf, aber ich denke mals schon......
Bin ganz gespannt!!
Mittwoch, 9. September 2009
BOLIVIA ... esta es mi Tierra!!
Also ich versuche euch ein wenig von dem Trip chronologisch zu berichten. Zuerst sind wir von San Pedro de Atacama an die Grenze nach Bolivien gefahren. Dort sind wir dann in einen Toyota umgestiegen und nach Norden gefahren. Eigentlich den ganzen ersten Tag bis wir in Uyuni, eine etwas groessere Stadt, waren. Mit mir auf der Tour waren noch ein anderes deutsches Maedel und ein Maedel aus Oesterreich und dann sind am zweiten Tag noch zwei Maedels aus Brasilien zu uns gestossen. Die waren alle super nett und wir waren ne richtig nette Gruppe. Ich glaube sonst waere das alles nur halb so gut geworden :-)
Dort sind wir dann auf die Isla de Pescado, Fischinsel, gegangen. Die ist halt mitten in der Wueste und total mit Kakteen bewachsen.
Nartuerlich mussten auch wir ein wenig mit der Distanz in der Wueste spielen und dabei sind unter anderem diese witzigen Bilder herausgekommen.
Ich vermisse euch und drueck euch ganz arg
Donnerstag, 3. September 2009
Warum im kalten Winter Snowboard fahren...
- Der Abgang im Todestal auf dem Board - Teil 2 -
Ein Film von Tanja Waldraff
Regie und Kamerafuehrung: brasilianisch :-)))
@Chrissy: Hoer dir gut die englische Uebersetzung von "Wo tut man denn hier zoomen?" an. "Where is the zoom?"
Leider ist es aber auch so, dass Sandboarden ungefaehr drei mal so anstrengend ist wie Snowboarden, auch wenn ich das noch nie gemacht habe, gibt es gute Gruende warum das so sein muss.
Erstens mussten wir mit den Raedern und den Boards auf dem Buckel das Todestal erreichen. Ziehmlich steil und ziehmlich steinig der Weg. Ich dachte ja das waere der haerteste Part, nein so war es aber nicht. Weil viel schlimmer ist, dass es in der Wueste keinen Lift gibt und du die Duene mit deinem Board auf der Schulter oder unter dem Arm einfach so erklimmen musst. Und das sieht dann ungefaehr so aus, dass du zwei Schritte machst, voll in den Sand einsinkst und wieder eineinhalb Schritte nach unten rutschst, weil es halt nicht ganz so ne feste Konsistenz wie Schnee hat. Wer schon mal versucht hat am Strand zu joggen wird wissen wovon ich spreche. Tja und dann kommt natuerlich noch das schlimmste hier in San Pedro zu, mit dem du eigentlich immer zu kaempfen hast: Die HOEHE!! Wir sind hier schliesslich auf 2500 Meter fast und da gehen dir schon ordentlich die Lungenfluegel auseinander.
Na ja nichtsdestotrotz hab ich hier in den letzten Tagen auf jeden Fall zwei ganz nette Jungs kennen gelernt, einen Deutschen und einen Brasilianer. Waren vor zwei Tagen dann zusammen aus hier im Dorf, ganz nett ein bisschen Pisco Sour trinken und haben uns dann fuer den naechsten Tag zum Sandboarden verabredet. Tja war schon der erste Fehler mit zwei Jungs zu gehen, ihr koennt euch ja vorstellen wie ich denen auf der Rad hinterher gehechelt habe. Und der zweite Fehler war, das mit einem Resaca (Kater) zu machen. Aber es war total cool und wir hatten trotz der Anstrengung jede Menge Spass miteinander.
Gestern haben wir dann noch den Tag zusammen verbracht und ueber zwei Stunden MAU MAU gespielt. Tja was will man auch machen, wenn das das einzige Spiel ist, das leicht verstaendlich fuer alle Nationalitaeten ist.
Gestern sind die beiden Jungs dann abgefahren und ich bin mal wieder allein allein. Macht aber nichts, weil ich werde hier ja auch immer wieder ganz nett von meinen chilenischen Gauchos unterhalten. Pablo will immer noch, dass ich fuer siempre bleibe und ich habe auch schon einen anderen Gaucho kennen gelernt, der auch Pferde hat und Touren macht und mir angeboten hat mit ihm zum arbeiten. Ist jetzt nicht der supersichere Job, aber das ist hier ja auch nicht so wichtig. Und Jasmani, der Junge aus dem Hostel wuerde mir sogar seinen Platz in seiner Wohnung vermachen, weil er ja sowieso immer im Hostel. Eigentlich waere mein Leben hier in San Pedro, wie sagt man so schoen schon im sicheren Hafen, aber ich bin mir nicht so ganz sicher, weil eigentlich wollte ich noch was anderes sehen... Hab ja noch ein paar Tage Bedenkzeit und vielleicht kommen mir ja noch die ausschlaggebenden Argumente....