- Der Abgang im Todestal auf dem Board - Teil 2 -
Ein Film von Tanja Waldraff
Regie und Kamerafuehrung: brasilianisch :-)))
@Chrissy: Hoer dir gut die englische Uebersetzung von "Wo tut man denn hier zoomen?" an. "Where is the zoom?"
Leider ist es aber auch so, dass Sandboarden ungefaehr drei mal so anstrengend ist wie Snowboarden, auch wenn ich das noch nie gemacht habe, gibt es gute Gruende warum das so sein muss.
Erstens mussten wir mit den Raedern und den Boards auf dem Buckel das Todestal erreichen. Ziehmlich steil und ziehmlich steinig der Weg. Ich dachte ja das waere der haerteste Part, nein so war es aber nicht. Weil viel schlimmer ist, dass es in der Wueste keinen Lift gibt und du die Duene mit deinem Board auf der Schulter oder unter dem Arm einfach so erklimmen musst. Und das sieht dann ungefaehr so aus, dass du zwei Schritte machst, voll in den Sand einsinkst und wieder eineinhalb Schritte nach unten rutschst, weil es halt nicht ganz so ne feste Konsistenz wie Schnee hat. Wer schon mal versucht hat am Strand zu joggen wird wissen wovon ich spreche. Tja und dann kommt natuerlich noch das schlimmste hier in San Pedro zu, mit dem du eigentlich immer zu kaempfen hast: Die HOEHE!! Wir sind hier schliesslich auf 2500 Meter fast und da gehen dir schon ordentlich die Lungenfluegel auseinander.
Na ja nichtsdestotrotz hab ich hier in den letzten Tagen auf jeden Fall zwei ganz nette Jungs kennen gelernt, einen Deutschen und einen Brasilianer. Waren vor zwei Tagen dann zusammen aus hier im Dorf, ganz nett ein bisschen Pisco Sour trinken und haben uns dann fuer den naechsten Tag zum Sandboarden verabredet. Tja war schon der erste Fehler mit zwei Jungs zu gehen, ihr koennt euch ja vorstellen wie ich denen auf der Rad hinterher gehechelt habe. Und der zweite Fehler war, das mit einem Resaca (Kater) zu machen. Aber es war total cool und wir hatten trotz der Anstrengung jede Menge Spass miteinander.
Gestern haben wir dann noch den Tag zusammen verbracht und ueber zwei Stunden MAU MAU gespielt. Tja was will man auch machen, wenn das das einzige Spiel ist, das leicht verstaendlich fuer alle Nationalitaeten ist.
Gestern sind die beiden Jungs dann abgefahren und ich bin mal wieder allein allein. Macht aber nichts, weil ich werde hier ja auch immer wieder ganz nett von meinen chilenischen Gauchos unterhalten. Pablo will immer noch, dass ich fuer siempre bleibe und ich habe auch schon einen anderen Gaucho kennen gelernt, der auch Pferde hat und Touren macht und mir angeboten hat mit ihm zum arbeiten. Ist jetzt nicht der supersichere Job, aber das ist hier ja auch nicht so wichtig. Und Jasmani, der Junge aus dem Hostel wuerde mir sogar seinen Platz in seiner Wohnung vermachen, weil er ja sowieso immer im Hostel. Eigentlich waere mein Leben hier in San Pedro, wie sagt man so schoen schon im sicheren Hafen, aber ich bin mir nicht so ganz sicher, weil eigentlich wollte ich noch was anderes sehen... Hab ja noch ein paar Tage Bedenkzeit und vielleicht kommen mir ja noch die ausschlaggebenden Argumente....
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