Dienstag, 2. Februar 2010

Ein Lebenszeichen ...

Tut mir echt sorry, dass ich mich bei euch so lange nicht gemeldet habe.

Ihr denkt jetzt bestimmt ich bin ne untreue Tomate, aber hier ist jetzt einfach die Sommerhochsaison und viel zu tun und sowieso eigentlich immer was los.

Also ich fang mal an beim letzten Eintrag: Weihnachten und Silvester sind rum. Silvester war jetzt irgendwie komisch, weil die hier kein Feuerwerk haben und wir mit unseren Gaesten gefeiert haben. Die waren jetzt nicht unnett, aber wenn man sie bedienen muss, dann ist das schon komisch. Besonders wenn alle kurz vor zwoelf dann noch nen Pisco oder sonst was haben wollen.

So, das war die Kurzfassung. Dann ging es gleich Anfang Januar weiter, dass Meret und ich einen Condor Trail mitgeritten sind. Das war einfach der Wahnsinn. Wir waren fuenf Naecht einfach draussen unterwegs und sind von einem Tag zum anderen Tag mit den Pferden durch die pure Wildnis geritten. Teilweise geht es bis auf 5800 Metern hoch und da sind Landchaften die hab ich mein Leben noch nie gesehen. Geschlafen haben wir unter freiem Himmel und gekocht am Lagerfeuer. Geschirr wurde im Fluss gewaschen und einmal hab ich sogar im 14 Grad kalten Fluss geduscht – mit ner Thermoskanne, dann musst ich nicht ganz reinstehen.

Soviel zu dem Erlebnis. Sonst passiert hier auch jede Menge. Auch wenn wir eigentlich zum Feiern immer in das selbe Pub zu Pablo nach Seron gehen, macht es immer wieder Spass. Hab euch ein Bild von unserer letzten Festecrew reingestellt. Llinks Paola, dann Pablo und Luis und die beiden Blonden sind natuerlich Meret und ich. Und da das Festen hier in Chile immer ein wenig laenger geht, gab es am naechsten morgen erst um ein Uhr mittag das Katerfruehstueck.

Tja und letztes Wochenende hatte ich einen freien Tag und bin mit Luis an den Strand nach La Serena gefahren. Und da wir beide ja von den Pferden nicht genug bekommen koennen, haben wir uns Pferde geliehen und einen kleinen Strandausflug gemacht. Spaeter noch das schoene Wetter genossen und dann am naechsten Tag wieder auf unsere kleine und feine Hacienda zurueck gefahren. War mal wieder schoen am Strand gewesen zu sein.

Also wie ihr seht, geht es mir hier rundum gut. Ich fuehl mich super wohl und schon wie zuhause. Das soll auch noch ein wenig laenger so bleiben. Meret bleibt noch bis Ende Februar hier und arbeite mit uns und im Maerz, April und Mai, wenn die Gaeste weniger werden, werde ich wieder auf Reittouren gehen. Wie es dann im Juni weitergeht weiss ich ehrlich gesagt noch nicht. Zuviel will ich eigentlich nicht verraten, auch wenn ich mir selbst noch nicht ganz sicher bin. Ich denke mal noch ein wenig reisen – geh davon aus durch Bolivien bis Brasilien und dort hoffentlich die Saskia besuchen und dann könnt ihr euch eigentlich sicher sein, dass ich von dort aus erst mal nach Deutschland komme. Ob nur zu Besuch oder dann für immer wird sich in den naechsten Monaten entscheiden. Keine Angst und erst mal keine Panik!

Ja gut, dann hoffe ich ihr habt euch gefreut von mir zu hoeren.

Machts gut und lasst was von euch hoeren, vielleicht auch noch vor meinem Geburtstag... hihihi....

Ach und ne gesegnete Fasnet an alle. Ihr könnt euch denken, dass ich es vielleicht ein wenig vermiss, aber ich hab ja auch schon die letzte verpasst.


Gruss Tanja

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